… das ist bei uns nicht immer ganz leicht. So mancher Trainerkollege liebt es daher, in seiner Freizeit etwas zu tun, wobei er das Ergebnis seiner Arbeit direkt wahrnehmen kann: Rasen mähen, Unkraut jäten, Auto waschen und polieren, Bücher schreiben, Gemälde kreieren usw. Und mancher sagt in seminarreichen Monaten Sätze wie: “Im nächsten Leben werde ich Friseur oder Gärtner, da sehe ich, was ich geschafft habe.” Da diese sofortige Rückmeldung bei uns nun mal nicht selbstverständlich ist, geraten wir manchmal in Gefahr, nicht genug wahrzunehmen, wie wir Menschen langfristig beeinflussen durch unser Tun.
Immer wieder einmal begegnen wir einem Menschen, der vor mehreren Jahren schon mal Seminarteilnehmer war (logischerweise ist uns der Name nicht unbedingt auf Anhieb parat). Und wenn uns dann ein solcher früherer Teilnehmer / oder eine frühere Teilnehmerin / in etwa so anspricht: “Ach, hallo, schön, Sie wieder einmal erleben zu dürfen. Ich war vor x Jahren bei Ihnen im Seminar Y. Wissen Sie, Sie haben damals gesagt (Zitat eines Satzes im Seminargeschehen). Das hat mein Leben unglaublich beeinflusst. Ich habe das immer wieder angewandt und es hat mir sehr weitergeholfen ….”
Ja, dann werden wir ganz demütig, schämen uns ein wenig, dass wir uns gar nicht an diesen bewegenden Moment erinnern und freuen uns doch sehr, dass wir hier und da eine bestärkende Anregung mitgeben können. Und auch, wenn wir die eigene Arbeit dann immer noch nicht “sehen” können, sind wir in solchen Momenten doch sehr froh und dankbar, dass wir gerade diesen Beruf wählten und auch heute noch immer wieder auf’s Neue gern ausüben.

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